27.10.2026
Kommunaler Finanzausgleich 2027: 756 Millionen Euro mehr für Bayerns Kommunen

Gute Nachrichten für Bayerns Städte, Märkte, Gemeinden und Landkreise: Beim kommunalen Finanzausgleich 2027 haben sich der Freistaat Bayern und die kommunalen Spitzenverbände am Montag, 26. Oktober 2026, auf eine deutliche Erhöhung der finanziellen Mittel verständigt.

Der kommunale Finanzausgleich steigt im kommenden Jahr um 756 Millionen Euro auf insgesamt rund 13,59 Milliarden Euro. Zusätzlich stellt der Freistaat den Kommunen rund 1,2 Milliarden Euro aus dem Sondervermögen Infrastruktur des Bundes für Investitionen zur Verfügung.

Der Landtagsabgeordnete Thomas Zöller (FREIE WÄHLER) begrüßt die Einigung: „Unsere Kommunen leisten jeden Tag Enormes. Ob Kinderbetreuung, Schulen, Straßen, Wasserversorgung oder freiwillige Angebote für die Bürgerinnen und Bürger – vieles, was unsere Heimat lebenswert macht, wird direkt vor Ort gestaltet. Dafür brauchen unsere Städte, Märkte und Gemeinden eine verlässliche finanzielle Grundlage.“

Mehr finanzieller Spielraum für die Kommunen
Ein Schwerpunkt der Vereinbarung liegt auf der Stärkung der frei verfügbaren Mittel. So steigen die Schlüsselzuweisungen 2027 um rund 480 Millionen Euro auf über 5,46 Milliarden Euro. Auch der kommunale Anteil am allgemeinen Steuerverbund wird von 13,3 auf 13,5 Prozent erhöht.

Darüber hinaus werden die Zuweisungen an die Bezirke um 210 Millionen Euro auf rund 1,53 Milliarden Euro angehoben. Davon profitieren mittelbar auch die Landkreise, kreisfreien Städte und Gemeinden.

Für den kommunalen Hochbau stehen 2027 insgesamt 1,42 Milliarden Euro zur Verfügung. Weitere Mittel fließen unter anderem in Krankenhausinvestitionen, die Schülerbeförderung sowie die Wasserver- und Abwasserentsorgung.

„Ich kenne die Herausforderungen aus eigener Erfahrung"
Als ehemaliger Bürgermeister von Mönchberg weiß Thomas Zöller, wie wichtig finanzielle Planungssicherheit für die Kommunen ist.
„Ich kenne die Herausforderungen in den Rathäusern aus eigener Erfahrung. Die Aufgaben werden mehr, die Kosten steigen und gleichzeitig erwarten die Bürgerinnen und Bürger zu Recht, dass wichtige Projekte umgesetzt werden. Deshalb ist es besonders wichtig, dass die Kommunen auch Mittel erhalten, über deren Verwendung sie eigenverantwortlich entscheiden können“, betont Zöller.

Gerade für die Städte, Märkte und Gemeinden in den Landkreisen Miltenberg und Aschaffenburg sowie für die Stadt Aschaffenburg sind verlässliche Rahmenbedingungen von großer Bedeutung.

Gleichzeitig macht Zöller deutlich, dass die finanzielle Situation vieler Kommunen trotz der zusätzlichen Mittel angespannt bleibt. Steigende Sozialausgaben, höhere Bau- und Personalkosten sowie zusätzliche gesetzliche Aufgaben stellen die kommunalen Haushalte weiterhin vor erhebliche Herausforderungen.

„Die heutige Einigung ist ein wichtiges Signal. Langfristig müssen wir aber auch dafür sorgen, dass neue Aufgaben und gesetzliche Vorgaben mit einer angemessenen Finanzierung verbunden sind. Unsere Kommunen brauchen nicht nur zusätzliche Mittel, sondern auch dauerhaft tragfähige Strukturen.“

Weitere Informationen:
Die vollständige Pressemitteilung des Bayerischen Staatsministeriums der Finanzen und für Heimat vom 26. Oktober 2026 finden Sie unter: 
www.stmfh.bayern.de/internet/stmf/aktuelles/pressemitteilungen/26405/