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Liebe Leserinnen und Leser,
am 14. Juni war Weltblutspendetag. Dieser Tag erinnerte daran, wie wertvoll und unverzichtbar Blutspenden für unsere Gesellschaft sind. Denn Blut kann bis heute nicht künstlich hergestellt werden – es kann nur von Menschen gespendet werden, die bereit sind, anderen zu helfen.
Vor einigen Wochen war ich selbst zum 50. Mal Blut spenden. Für mich ist das inzwischen selbstverständlich geworden. Nicht, weil ich dafür Anerkennung erwarte, sondern weil ich weiß, wie wichtig jede einzelne Blutspende ist. Mit einem vergleichsweise geringen Zeitaufwand kann jeder von uns einen Beitrag leisten, der für andere Menschen lebensrettend sein kann.
Jeden Tag werden Blutkonserven benötigt – nach Unfällen, bei Operationen, während einer Krebstherapie oder zur Behandlung schwerer Erkrankungen. Hinter jeder Blutspende steht deshalb mehr als nur eine medizinische Maßnahme. Sie steht für Mitmenschlichkeit, Solidarität und die Bereitschaft, Verantwortung füreinander zu übernehmen.
Besonders deutlich wird dabei, wie viel Wirkung hinter einer einzigen Blutspende steckt. Für die Spenderin oder den Spender ist es vielleicht nur ein kleiner Piks und etwas Zeitaufwand. Für einen Patienten kann sie die Chance auf Genesung, zusätzliche Lebenszeit oder sogar das Überleben bedeuten.
Gerade in den Sommermonaten geraten die Blutreserven immer wieder unter Druck. Gleichzeitig bleibt der Bedarf in den Krankenhäusern unverändert hoch. Deshalb ist es wichtig, dass möglichst viele Menschen regelmäßig Blut spenden und auch jüngere Menschen den Weg zur Blutspende finden.
Blutspenden ist keine Aufgabe für einen einzelnen Aktionstag, sondern eine Verantwortung, die uns das ganze Jahr über begleitet. Deshalb möchte ich euch ermutigen: Informiert euch über die Möglichkeiten zur Blutspende in eurer Nähe und prüft, ob ihr die Voraussetzungen erfüllt. Vielleicht habt ihr schon länger darüber nachgedacht – vielleicht ist jetzt genau der richtige Zeitpunkt, den ersten Schritt zu machen.
Wer Blut spendet, schenkt Hoffnung. Wer Blut spendet, kann Leben retten.
Macht mit – jede Blutspende zählt.
Euer Thomas Zöller, MdL
Patienten- und Pflegebeauftragter der Bayerischen Staatsregierung