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18.07.2025
MdL Zöller überzeugt sich vom baulichen Zustand der Berufsschule Miltenberg

Liebe Leserinnen und Leser,

seit Tagen kochen die Medien hoch angesichts der geplanten Sanierung der Berufsschule Miltenberg. Ein Instagram-Post der Neuen Mitte/CSU vom 10.07.25 sorgt für Aufsehen: Beide Parteien schlagen eine Alternativprüfung zur Generalsanierung der Berufsschule am Standort in Miltenberg vor.

Aus diesem Grund besuchten Landratskandidat Michael Schüßler (FW) und ich die Berufsschule, um unsere Haltung zu bekräftigen, dass das Gebäude keinen weiteren Aufschub der Sanierung duldet.
Kreisbaumeister Andreas Wosnik, der seit Jahren mit der Sanierung betraut ist, führte uns gemeinsam mit den Fachbereichsleitern durch das Gebäude und zeigte uns am Beispiel prägnanter Stellen, warum eine Sanierung jetzt unumgänglich ist.

Gleich zu Beginn macht er deutlich, dass man zwar von einer Sanierung spricht, doch tatsächlich rund 80% der Gebäudeteile abgerissen und neu errichtet werden - lediglich die Tragstruktur bleibt erhalten. Aber es gibt durchaus Bereiche wie die Körperpflege, die bereits saniert und hervorragend ausgestattet sind mit allem, was Lehrlinge für eine gute Ausbildung im Frisörhandwerk benötigen. Diese Räume wurden gefördert, weshalb im Falle eines Neubaus an anderer Stelle eine Rückzahlung der Fördermittel erforderlich wäre.
Sowohl Lehrer als auch Herr Wosnik betonen, dass die Ausstattung der Schule hervorragend ist – es ist vielmehr die bauliche „Hülle“, die dringend instand gebracht werden muss. U.a. die Toilettenanlagen, deren Zustand inzwischen fast schon Museumscharakter haben.
Bei unserem Rundgang wurde uns ebenfalls berichtet, dass in den vergangenen Jahren die Schule nur notdürftig instandgehalten wurde, da die Sanierung bereits in Aussicht stand. D.h. defekte Beleuchtung wurde nicht mehr ersetzt, Deckenplatten nicht getauscht und es wurden interessante Lösungen zur Montage der Deckenbeleuchtung geschaffen, da die Decken diese nicht mehr tragfähig sind. „Es war die letzten Jahre nur noch ein Aufrechterhalten des Betriebes mit der Aussicht, dass saniert wird“, so ein Kommentar aus der Lehrerschaft.
Doch nicht nur der Sanierungsstau macht eine schnelle Umsetzung dringend erforderlich – auch der Platzmangel wird zunehmend zum Problem. Die Zahl der Berufsintegrationsklassen und Berufsvorbereitungsjahre ist stark gestiegen. Infolge dessen mussten Lehrkräfte ihre Büros räumen und sind mit „Sack und Pack“ ins Lehrerzimmer umgezogen.
Die geplante Sanierung würde auch bislang unbebaute und ungenutzte Bereiche erschließen, wodurch dringend benötigter Raum geschaffen würde – und das nicht nur funktional, sondern auch energetisch wesentlich effizienter.
Auch Kreisbaumeister Wosnik spricht sich klar für eine zügige Umsetzung aus. Es wurde die letzten sechs Jahre intensiv geplant und alle Optionen geprüft. Warum man jetzt nochmal prüfen soll, ist auch ihm nicht verständlich. Auch ist schon jetzt klar, dass eine Verzögerung immer Kostensteigerungen nach sich zieht und ein möglicher Neubau an anderer Stelle wieder neue und andere Kosten aufruft.
Nach diesem Besuch bin ich nicht nur bestätigt, sondern noch fester davon überzeugt, dass die Sanierung der Berufsschule nicht mehr aufgeschoben werden darf.
Denn alle anderen Schulbauprojekte wurden bereits mehrheitlich priorisiert – stets mit dem Versprechen: „Danach seid ihr dran.“ Nach sorgfältiger Prüfung aller Varianten wurde aus wirtschaftlich sinnvollen Gründen die weitere Planung am bestehenden Standort in den zuständigen Gremien mehrheitlich beschlossen.

Ich teile die Meinung von Michael Schüßler voll und ganz. Wir sind uns einig:
Nicht rumeiern, MACHEN als klares Zeichen der Wertschätzung für das Handwerk und die berufliche Bildung in der Region!!!

Euer Thomas Zöller
Patienten- und Pflegebeauftragter der Bayerischen Staatsregierung