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Liebe Leserinnen und Leser,
eine sitzungsfreie Woche bietet mir immer die Gelegenheit, Termine und Besuche in meinen Stimmkreisen wahrzunehmen. Den Auftakt machte ein Besuch im Pflegeheim Geras in Leidersbach. Die Geschwister Janina, Annika und Dominik Baier, die insgesamt sieben Einrichtungen an verschiedenen Standorten in Deutschland betreiben, hatten mich eingeladen, ihr Haus in Leidersbach kennenzulernen.
Zu Beginn des Besuchs, an dem auch Standortbürgermeister Michael Schüßler teilnahm, stellten mir die beiden Damen der Familie Baier die Strukturen und die Geschichte des familiengeführten Unternehmens vor. Anschließend folgte eine Hausführung, bei der ich Gelegenheit hatte, mit zufriedenen Bewohnerinnen und Bewohnern ins Gespräch zu kommen.
Ein zentrales Thema war, wie wichtig der kontinuierliche Dialog aller Beteiligten ist – zum Wohle der pflegebedürftigen Menschen ebenso wie der Pflegekräfte. Nur so können wir gemeinsam Verbesserungen vorantreiben.
Dienstags führte mich der Weg in meinen Betreuungsstimmkreis Aschaffenburg, wo ich am Vormittag die Beratungsstelle „Donum Vitae“ besuchte. Diese feierte im Frühjahr ihr 25-jähriges Jubiläum – leider konnte ich damals nicht dabei sein. Die Arbeit, die dort geleistet wird, ist von großer Bedeutung, und deshalb war es mir ein wichtiges Anliegen, mich vor Ort zu informieren.
Im Gespräch mit Frau Staab, der Leiterin der Beratungsstelle, erfuhr ich mehr über die vielfältigen Angebote: von der gesetzlich vorgeschriebenen Beratung im Zusammenhang mit einem Schwangerschaftsabbruch über Unterstützung bei Konfliktsituationen bis hin zu finanzieller Hilfe. Schnell wurde deutlich, dass es um weit mehr geht als „nur“ Schwangerschaftsberatung.
Frau Staab berichtete, dass in ihrem Alltag vor allem das Thema Trauer eine große Rolle spielt:
„Trauer um eine Fehlgeburt, Trauer nach einem Schwangerschaftsabbruch, Trauer wegen eines unerfüllten Kinderwunsches oder weil der Alltag mit Kind ganz anders verläuft als gedacht.“
Neben der Beratung im Haus ist auch die Präventionsarbeit an Schulen ein zentraler Bestandteil. Die Mitarbeiterinnen und ein Mitarbeiter besuchen die 6. und 8. Klassen aller Schulformen und sprechen mit den Schülerinnen und Schülern über Themen wie Sexualität, Körperwissen, Verhütung, Körperbilder und vieles mehr. Manche Inhalte werden bewusst geschlechtergetrennt behandelt, um den Jugendlichen einen offeneren Austausch zu ermöglichen. Ich bin sehr froh, die Beratungsstelle im Nachhinein besucht zu haben, um vom vielfältigen Angebot von Donum Vitae zu erfahren. Hier wird wertvolle Arbeit geleistet, die für die Betroffenen sehr entscheidend sein kann.
Auch am Tag drauf war es ein ernstes Thema, was mich nach Elsenfeld führte. Dort fand der Palliativ-Hospiz-Tag statt. Eine Veranstaltung des Landratsamt Miltenberg mit einem Thema über das nicht gern gesprochen wird. Genau deshalb ist es umso wichtiger, es an die Öffentlichkeit zu bringen. Die TABUtanten verstanden es hervorragend, dieses schwierige Thema auf eine einfühlsame und zugleich offene Weise zu vermitteln. Die fünfstündige Veranstaltung war ein voller Erfolg und hat dazu beigetragen, ein gesellschaftliches Tabu ins Licht der Aufmerksamkeit zu rücken.
Gegen Ende der Woche durfte ich meinem Hobby nachgehen und war bei der diesjährigen Rassegeflügelausstellung des GZV Sulzbach. Als langjähriger Rassegeflügelzüchter durfte ich dort als Preisrichter teilnehmen.
Zum Abschluss besuchte ich gemeinsam mit ehemaligen Bürgermeisterkolleginnen und -kollegen die Hubertusmesse in der Klosterkirche des Klosters Himmelthal in Elsenfeld. Die Messe wurde von Pfarrer Franz Leipold zelebriert und für die feierliche musikalische Gestaltung sorgten die Jagdhornbläser der Kreisgruppe Oberburg. Auch in diesem Jahr erhielten die Jungjäger im Rahmen der Hubertusmesse den traditionellen Jägerschlag und wurden damit offiziell in den Kreis der Jägerschaft aufgenommen.
Es war eine volle, aber ereignisreiche Woche und es ist mir immer eine besondere Freude, wenn ich die Gelegenheit habe, Termine in meiner Heimat wahrzunehmen.
Euer Thomas Zöller, MdL
Patienten- und Pflegebeauftragter der Bayerischen Staatsregierung